FWG: FamOS ist wichtig – aber wir brauchen endlich den Fokus auf frühe Bildung

Die FWG sieht das FamOS-Projekt grundsätzlich positiv und spricht sich klar für das Angebot an den vier Ludwigshafener Schulen aus, fordert aber Anpassungen.

Gerade in sozialen Brennpunkten braucht es verlässliche Unterstützung für Kinder und Familien, Elternarbeit, Sprachförderung und niedrigschwellige Hilfsangebote.

Gleichzeitig gilt für uns: Förderung und Fordern gehören zusammen. Angebote können nur dann Wirkung entfalten, wenn sie von den Familien auch angenommen und aktiv mitgetragen werden. Deshalb ist es richtig, nicht nur über Finanzierung zu sprechen, sondern auch über Wirksamkeit, Nutzung und die konkreten Erfahrungen vor Ort.

Aus unserer Sicht ist FamOS auch ein Hinweis darauf, dass wir im frühkindlichen Bereich viel früher ansetzen müssen. Die Probleme, die sich heute an Grundschulen zeigen, beginnen oft schon viel früher – nämlich dort, wo es an Kita-Plätzen, verbindlicher frühkindlicher Förderung und verlässlicher Begleitung fehlt. Wenn Kinder nicht rechtzeitig erreicht werden, müssen später schulische Projekte nachsteuern.

Für die FWG ist deshalb klar: FamOS sollte beibehalten werden. Zugleich brauchen wir einen viel stärkeren Fokus auf frühkindliche Bildung und eine konsequente Verzahnung von Kita, Familie und Schule. Nur so schaffen wir nachhaltige Chancengerechtigkeit statt immer neuer Reparaturmaßnahmen.

Markus Sandmann
1. Vorsitzender