Kommunalwahl 2014
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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Eins, zwei, drei im Sauseschritt, läuft die Zeit, wir laufen mit!“, dichtet schon Wilhelm Busch so treffend. Wieder sind fünf Jahre vergangen; und am 25. Mai sind Sie erneut aufgerufen, einen neuen Stadtrat, neue Ortsvorsteher und neue Ortsbeiräte zu wählen. Wir könnten nun an dieser Stelle zum wiederholten Mal den ungeheuerlichen Schuldenberg (1,2 Milliarden Euro) oder den unverantwortlichen Abbau bei den so wichtigen Schulsozialarbeitern oder auch die schlechte Bezahlung der Erzieherinnen in Erinnerung bringen. Vieles mehr könnten wir hier noch aufzählen. Heute aber glauben wir, dass der Abriss der Hochstraße Nord und der gerade beschlossene Bau einer „langen Stadtstraße“ aktuell wohl das Thema Nr. 1 ist, weil wir alle in den nächsten 12 – 15 Jahren in irgendeiner Weise - teilweise sogar sehr stark - betroffen sein werden. Für uns steht fest, dafür gibt es eindeutige Hinweise, dass die „lange Stadtstraße“ von Anfang an gewollt war. Mit der angeblich kürzesten Bauzeit und den geringsten Kosten wurde sie beworben. Alle drei anderen Varianten, Hochstraße 1:1, Hochstraße leicht versetzt und kurze Stadtstraße waren deutlich negativer dargestellt worden. Nun ist die Entscheidung so ausgefallen, wie gewollt.

Wir, insbesondere unsere FWG-Ratsfraktion, waren die Ersten und lange Zeit, eigentlich bis kurz vor der Abstimmung im Stadtrat am 24. März, die Einzigen, die sich auch öffentlich große Sorgen um das Rathaus-Center machten, dessen nördlicher Teil, etwa ab dem Fischgeschäft „Nordsee“, für die „lange Stadtstraße“ abgerissen werden muss. „Hier schlägt das Herz Ludwigshafens“, damit wirbt die ECE-Center-Verwaltung - und sie hat Recht.  Der Abriss wird deshalb, so sehen wir dies, eine Operation am offenen Herzen unserer Stadt. Bei der SPD, so ist deren Fraktionsvorsitzende in der online-Zeitung mrn-news.de zu hören, stellt man das Center insgesamt schon zur Disposition. Das Center umschießt aber auch unser Rathaus. Man stelle sich nur mal vor, viele Geschäfte im Center müssten während der jahrelangen Bauzeit wegen erheblicher Umsatzrückgänge schließen! Dann würde nicht nur der Durchgang, der die Innenstadt mit dem Stadtteil Nord verbindet, veröden, nein, die gesamte Einkaufs-City würde endgültig völlig am Boden liegen.

Erst nach Abschluss der groß angelegten Bürgerbeteiligung entdecken SPD und CDU in einem 10-Punkte-Papier die Gefahr, die durch die „Beschneidung“ des Rathaus-Centers für die gesamte Innenstadt besteht. Nun wird, auch dies hatten wir lange davor gefordert, über einen Erweiterungsbau an der Westseite (Wasserflächen) mit der ECE und dem Eigentümer verhandelt. Die Kosten schätzen nicht nur wir auf 30 – 50 Millionen Euro. Diese Beträge sind (vielleicht ganz bewusst?) nicht in den 267 Millionen-Euro-Gesamtkosten eingerechnet. Wir gehen davon aus, dass die lange Stadtstraße am Ende die teuerste und keinesfalls die Kosten günstigste der 4 Varianten sein wird; an die heute versprochene kürzere Bauzeit von 8 Jahren werden sich im Jahr 2026 oder 2028 auch nur noch die wenigsten erinnern.

Hans-Peter Demmer

1. Vorsitzender

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