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Katastrophaler Geburteneinbruch: Krippen als Gegenmittel sind der größte Irrtum, Frau Kanzlerin!

Eva Herman

Bei zahlreichen Medien war es nur eine kurze Meldung: Die Geburtenrate in
Deutschland ist im letzten Jahr erneut dramatisch eingebrochen! Frei nach
dem Motto: Pech gehabt, so ist das nun einmal. Welches grandiose Drama mit
dieser Meldung verbunden ist, wird kaum deutlich gemacht. Wieder einmal
sind die Geburten gesunken, doch jetzt schlimmer denn je zuvor. Letztes Jahr
kamen etwa 32.000 Kinder weniger zur Welt als 2008, da waren es noch
683.000. Seit Kriegsende wurden damit niemals weniger Kinder geboren als
jetzt! Aber wen kümmert’s noch? Wir haben uns längst an das Desaster
gewöhnt, oder? Die Meldung wird lapidar von den Medien veröffentlicht,
doch damit hat es sich dann auch, die Ursachen werden weiter unter den
Teppich gekehrt. Wann erwachen die Kollegen endlich? Wann wird
recherchiert, woran es wirklich liegt? Wann macht Ihr den Politikern Druck,
Leute? Wann beginnt man sich für die Wahrheit zu interessieren? Wenn alles
zu spät ist? Das kann ja nicht mehr lange dauern! Jedes Jahr fällt
Deutschland ein Stück tiefer in die Kinder- und Zukunftslosigkeit, wir sind
kurz vor dem Aufprall!


Dabei sind wirklich keine großen journalistischen Recherche-Verrenkungen erforderlich, um
herauszufinden, woran alles hakt und hängt: Grund für die seit Jahren verheerende und immer
weiter einbrechende Geburtenrate Europas ist, ob es den Politikern und Medien nun passen
mag oder nicht, die Erwerbstätigkeit der Frau! Das soll zwar nicht etwa heißen, dass Frauen
nicht arbeiten gehen sollen, doch ist inzwischen europaweit – dank Brüssel! – nur noch ein
einziger Weg vorgezeichnet und eingeplant, den »Frau« zu gehen hat: den des
Geldverdienens! Alles andere ist zweitrangig: Ehe, Kinder, Familienleben, gemeinsame Zeit
und Liebe!

Ist das vielleicht die vielbesungene »Emanzipation«? Heißt das jetzt alles
»Gleichberechtigung«? Nennt man diesen wachsenden Dauerdruck etwa »Freiheit«? Das ist
doch wohl nicht wirklich Ihr Ernst, Frau Bundeskanzlerin. Die über alles glorifizierte
Erwerbstätigkeit der modernen Frau tötet in Wahrheit unsere Gesellschaft, das Miteinander,
das Menschliche, sie tötet das Leben und die Liebe. Die über alles besungene und
hochgepriesene Erwerbstätigkeit der Frau verhindert die Geburt unserer Kinder! Sie lässt das
Land aussterben. Wenn keine Menschen mehr da sind, dann haben Sie am Ende auch nichts
mehr zu regieren, liebe Politiker!

Eine Frau darf sich aufgrund der hart erkämpften Emanzipation heute selbstverwirklichen?
Sie darf arbeiten? Irrtum: Sie MUSS! arbeiten gehen. Tut sie es nicht, gibt es kein Geld! Und
sie wird diskriminiert: als faul, bequem und altmodisch. Denn eine moderne Mutter gibt ihre
Kinder schließlich in die Krippe (die übrigens keiner mehr bezahlen kann und will!). Hier
alleine wird das Kind gefördert! Ach ja? Frühkindliche Bildung in der Krippe? Von welcher
Bildung ist hier eigentlich die Rede? Von Herzensbildung? Wohl kaum! Es heißt immer
wieder, die Krippe sei für die Bildung wichtig: Margot Honecker hat das schon gesagt, Frau
Merkel sagt das, Frau von der Leyen schwört darauf, der Bundespräsident und die
Bundesbildungsministerin auch, und die neue kinderlose Familienministerin Schröder kann es
auch nicht oft genug wiederholen. Man möchte diese Leute am liebsten allesamt kräftig
durchschütteln und sie für mindestens eine Woche lang einsperren – gemeinsam mit
Bindungsforschern, mit Kinderpsychologen, Familientherapeuten und Lehrern. Und man
sollte ihnen nicht eher die Türe wieder aufmachen, bis diese Politiker, die das Schicksal
unseres Landes mit ihren familienzerstörenden Gesetzen entscheiden, die uns regieren,
endlich kapiert haben, worauf es in dieser Welt wirklich in allererster Linie ankommt: Auf die
Liebe! Und nicht auf eine vermeintliche Bildung, die ohnehin nicht in Krippen vermittelt
wird, weil:

1. deutsche Krippen keinen gesetzlich geregelten Betreuungsschlüssel haben –
Bindungsexperten empfehlen, nicht mehr als drei Kinder unter drei Jahren von einer
Erzieherin betreuen zu lassen. Hierzulande sind es nicht selten 15 bis 20 Kinder!

2. derzeit knapp 100.000 Erzieherinnen in Deutschland fehlen;

3. die Ausbildung der deutschen Erzieherinnen im internationalen Vergleich als mangelhaft
gilt;

4. weil kleine Kinder unter drei Jahren zu ihren Müttern gehören, von ihnen, ihren Mamis, mit
der individuellen Liebe am allerbesten gefördert werden könnten, wenn man diese nur ließe.
Warum wohl würden 95 Prozent aller Erzieherinnen ihre eigenen Kinder NIEMALS (!) in
eine Krippe geben? Wieso gingen die Erzieherinnen letztes Jahr wochenlang zu
Zehntausenden auf die Straße und demonstrierten? Weil sie nicht mehr können. Weil sie zu
wenige sind für zu viele Kinder! Weil sie auch zu wenig Geld verdienen! Notsignale über
Notsignale! Doch wer beachtet sie schon?

Frühkindliche Bildung? Das ist ja wirklich zum Kaputtlachen! Wer sich dann noch klarmacht,
dass die ersten drei Jahre die wichtigsten, die »prägenden« Jahre für das ganze Leben eines
Menschen sind, weil er in dieser Zeit das Rüstzeug für sein gesamtes Leben erhält, der ahnt
die ganze Dramatik! Frühkindliche Bildung? Förderung in der Krippe? Aufwachen, liebe
Leute, der Kaiser ist nackt. Er hat gar keine Kleider an. Warum traut ihr es Euch nicht zu
sagen?

Es geht heute doch nur noch darum, alles irgendwie vereinbaren zu können. Die Frauen sollen
Kinder, Ehemann, Haushalt und Beruf vereinbaren! Die Männer sollen jetzt auch den
Haushalt, die Kinder, die Gattin und den Beruf vereinbaren lernen! Die Unternehmen sollen
Teilzeit anbieten, ebenso eine vernünftige Kinderbetreuung und sollen ebenso Mütter mit
kleinen Kindern unter einen Hut bringen. Die Kinder werden ohnehin nicht gefragt, die
Kleinsten leiden stumm oder schreien sich die Seele aus dem Leib, die größeren scheren aus
dem gesellschaftlichen Rahmen aus: Senkrecht ansteigende Gewaltbereitschaft und Brutalität,
Komasaufen, Bildungs- und Interesselosigkeit am Leben und so vieles, vieles mehr. Jetzt fehlt
auch noch das Geld für die hochtrabenden Alles-unter-einen-Hut-bringen-müssen-Pläne
dieser globalisierten Gesellschaft.

Das alles, liebe Politiker, funktioniert unterm Strich doch überhaupt nicht! Seid endlich
ehrlich! Eine Gesellschaft, in der jeder alles irgendwie miteinander vereinbaren soll, in der
alle täglich aufs Neue einen Spagat neben dem anderen bewerkstelligen müssen, die wird
eines Tages »Nein!« sagen. Nein, es geht nicht, wir schaffen das nicht mehr! Wir können uns
keine Kinder mehr leisten!

Dabei sagen wir das doch schon längst. Hört endlich zu, Ihr da oben! Öffnet Augen und
Ohren und seht und hört richtig hin! Das Land stirbt! Es müssen eben nicht noch mehr
Krippenplätze her, sondern erforderlich ist eine völlig andere gesellschaftspolitische
Denkrichtung! Längst ist es erwiesen, dass hauptsächlich in jenen Gesellschaften, in denen
die Erwerbstätigkeit der Frau den ersten Platz einnimmt, der Wunsch nach Kindern und
Familienleben stetig zurückfällt. Wer den Lohnzettel und die Anerkennung von Chef,
Kollegen und der Gesellschaft einer Familie mit allen Höhen und Tiefen vorzieht, oder wer
sich keine Kinder mehr leisten kann, weil er es finanziell nicht verkraftet, wird sich nun
einmal dagegen entscheiden.

Wir müssen umdenken. Müssen den Müttern Zeit geben für ihre kleinen Kinder. Wir dürfen
sie nicht ausgrenzen, weil sie Kinder kriegen, sondern wir müssen sie beglückwünschen,
ihnen dafür danken! Wir müssen ihnen helfen, sie unterstützen, ihnen den Rücken freihalten,
wir müssen die Gesetze kinder- und familienfreundlicher gestalten! Die Mütter und Väter
dieses Landes brauchen unseren ganzen Respekt und unsere Anerkennung, die menschliche
wie die finanzielle.

Konrad Adenauer sagte kurz nach dem Krieg: »Kinder kriegen die Leute sowieso.« Ein
folgenschwerer Irrtum. Bei uns gehen inzwischen die Lampen aus, die Lebenskräfte
versiegen! Ein vereintes Europa stirbt derzeit vereint aus! Und keiner scheint es zu bemerken.
Man sollte den Gedanken des derzeitigen Generalsekretärs der Deutschen Evangelischen
Allianz, Hartmut Steeb, aufgreifen, der angesichts dieses katastrophalen Geburteneinbruchs
sagt: »Ich träume davon, dass die Bundeskanzlerin jetzt zu einem Krisengipfel ins Kanzleramt
einlädt. Denn alle Karten müssen jetzt auf den Tisch. Der Offenbarungseid ist zu
offensichtlich, dass die Familienpolitik seit Jahrzehnten das natürliche Ziel verfehlt: Mut zum
Kind, Mut zur Familie!«

Donnerstag, 20.05.2010

Kategorie: Allgemeines, Wirtschaft & Finanzen, Politik

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